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Ein Leben in vier Stunden:

Salzburg. Wien.

Erika Weinzierl erzählt.
Hannes Heer hört zu.

Do. 16. März 2006 18.30 h
Ende offen, durchgehender Einlass

Tanzquartier Wien, im Museumsquartier, Museumsplatz 1



Erika Weinzierl, em. Univ.-Prof.Dr. phil, geb. 1925 Wien, Historikerin.
Schwerpunkte: Kirchengeschichte, Widerstandsbewegung und Antisemitismus.

1945-1948
Studium der Geschichte und Kunstgeschichte sowie Absolvierung des Instituts für Geschichtsforschung an der Universität Wien.
1961
Habilitation für Österreichische Geschichte an der Universität Wien.
1948-64
Tätigkeit am Haus-, Hof- und Staatsarchiv
1964-92
Leiterin des Instituts für kirchliche Zeitgeschichte Salzburg
1967-79
Universitätsprofessorin für Österreichische Geschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte in Salzburg.
1977 - 1995
Leiterin des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Geschichte und Gesellschaft.
1979-95
Universitätsprofessorin am Institut für Zeitgeschichte in Wien. Ehrenvorsitzende der österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte und Ehrenpräsidentin der Aktion gegen den Antisemitismus.

Zahlreiche Preise, darunter:
1952 päpstliche Medaille Bene merenti. 1988 Verleihung des österreichischen Staatspreises für Kulturpublizistik. 1992 Verleihung des Dr. Hertha Firnberg-Staatspreises für besondere Leistungen im Bereich von Wissenschaft und Forschung. 1994 Verleihung des Wissenschaftspreises der Stadt Wien. 1995 Bruno-Kreisky Preis "Für das politische Buch" (Sonderpreis für das Lebenswerk). 1996 Samuel Bloch-Medaille der Aktion gegen den Antisemitismus. 1998 Wilhelm-Hartl-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2000 Verleihung des Volksbildungspreises der Stadt Wien und des Großen Silbernen Ehrenzeichen der Republik.

Publikationen (Auswahl):
Die österreichischen Konkordate von 1855 und 1933, 1960; Die politische Korrespondenz der Päpste mit den österreichischen Kaisern 1804-1918, 1964 (mit F. Engel-Janosi und R. Blaas); Zur Reform der österreichischen Innenpolitik 1955-65, 2 Bände, 1966/68 (mit R. Marcic, E. Mock und F. M. Schmölz); Österreichische Zeitgeschichte in Bildern, 21975; Emanzipation? Österreichische Frauen im 20. Jahrhundert, 1975; Zu wenig Gerechte, Österreicher und Judenverfolgung 1938-45, 41997. - Mit-Hg.: Kirche in Österreich, 1952; Österreich. Die Zweite Republik, 1972; Die österreichischen Bundeskanzler, 1983; Österreich 1918-38, 1984.

Hannes Heer, geboren 1941 in Wissen/Sieg.
Studium der Geschichte und Literatur in Bonn, Freiburg und Köln.

1968 Staatsexamen an der Universität Bonn.
Wegen seiner Aktivität im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) keine Zulassung als Referendar zum Schuldienst. Arbeit als Rundfunkautor. Lehraufträge und Forschungsprojekte an der Universität Bremen.
1980 - 1985
Dramaturg und Regisseur am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an den Städtischen Bühnen Köln.
1985 - 1992
Dokumentarfilme für ARD und ZDF.
1993 - 2000
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und Leiter des Ausstellungsprojektes "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944".
1997
Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille.
2004
zusammen mit Petra Bopp und Peter Schmidt Ausstellung "Viermal Leben. Jüdisches Schicksal in Blankenese". Zahlreiche Publikationen zur Geschichte von Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegserinnerung.

Letzte Veröffentlichungen:
" Wie Geschichte gemacht wird. Zur Konstruktion von Erinnerungen an Wehrmacht und Zweiten Weltkrieg" (Hg. mit Walter Manoschek u.a.), Czernin Verlag,Wien 2003,
"Vom Verschwinden der Täter. Der Vernichtungskrieg fand statt, aber keiner war dabei", Berlin 2004.
"Hitler war's". Die Befreiung der Deutschen von ihrer Vergangenheit, Aufbau Verlag, Berlin 2005.