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Ein Leben in vier Stunden:
Zonguldak. Ankara. Istanbul. Essen. Köln.

Türkische Erzählungen

Erzähler: Aytac Eryilmaz.
Zuhörerin: Meral Yetimoglu

Kölnischer Kunstverein. Projekt Migration*
Freitag, 25. November 2005, 20.00 Uhr – 24.00 Uhr


Meral Yetimoglu - Aytac Eryilmaz

Aytac Eryilmaz, 1952 geb, in Zonguldak in der Türkei. Arbeitete als
Drucker und Verleger in einem linkspolitischen Verlag in Ankara und Istanbul. Erlebte den Militärputsch 1971 und 1980 und war jeweils mehrere Monate im Gefängnis. Musste nach dem Publikationsverbot seines Verlages die Türkei aus politischen Gründen verlassen und kam 1985 nach Deutschland. Arbeitete ehrenamtlich für Türkei-Data e.V., ein Forum für türkische Intellektuelle in Deutschland und für DOMiT- Dokumentationszentrum dessen Geschäftsführendes Vorstandsmitglied er seit 1990 ist. Mitinitiator des Migrationmuseum in Deutschland e.V. 2003. Projektleitung der Ausstellung: „Fremde Heimat. Eine Geschichte der Einwanderung aus der Türkei“ 1998 im Ruhrlandmuseum Essen; „40 Jahre Fremde Heimat. Einwanderung aus der Türkei nach Köln“ im Historischen Rathaus Köln 2001. Er ist im Kuratorenteam des Projekt Migration.

Meral Yetimoglu, verheiratete Renz, wurde 1962 in Zonguldak in der Türkei geboren. Sie war schon in der Schülerbewegung in der Türkei aktiv, kam aus politischen Gründen nach Deutschland um hier ihr Studium zu beginnen und war politisch organisiert im MSB Spartakus und der DKP. Sie ist Diplom-Sozialarbeiterin mit Zusatzausbildung in Gestalttherapie und Sexualtherapie und arbeitet seit 1992 im Lore-Agnes-Haus, Sexualberatungszentrum der Arbeiterwohlfahrt, Essen. Co-Autorin des Sprachlehrbuches: "Türkisch am Krankenbett".

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Projekt Migration
Seit 2002 arbeiten im „Projekt Migration“, WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen in Köln, Frankfurt und Berlin daran, entscheidende Lücken in der deutschen und europäischen Geschichtsschreibung seit der Nachkriegszeit bis heute aufzuzeigen. Zahlreiche Veranstaltungsreihen im Kölnischen Kunstverein und ein internationales Symposium in Griechenland haben diese Arbeit bislang begleitet und neue Fragen für die Zukunft der deutschen Migrationssgesellschaft eröffnet. Mit einer groß angelegten, transdisziplinären Ausstellung, einem Filmfestival, einem internationalen Symposium, sowie diversen Musikveranstaltungen und einer umfassenden Publikation findet das „Projekt Migration“ seinen vorläufigen Abschluss.

Das Projekt Migration (2002-2006) ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes. Kooperationspartner: Kunsthochschule für Medien, Köln, Literaturhaus Köln. Dank an Crowne Plaza City Centre Köln, AXA, Köln