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Ein Leben in vier Stunden:
Istanbul, Berlin, New York, Los Angeles.

Türkische Erzählungen

Erzählerin: Jale Arikan.
Zuhörerin: Ayse Polat

Kölnischer Kunstverein. Projekt Migration*
Samstag, 26. November 2005, 20.00 Uhr – 24.00 Uhr


Jale Arikan und Ayse Polat

Jale Arikan, 1969 in Istanbul geboren. Sie kam mit 6 Jahren nach Deutschland, besuchte die Schauspielschule in Berlin und arbeitete mit 17 Jahren als erste türkische Ansagerin im ARD. Es folgten zahlreiche TV - Auftritte und Filme. 1996 ging sie nach New York, um „für eine Weile aus der Rollendefinition Deutsch oder Ausländer auszusteigen“. Von 1997 – 2003 lebte sie in Los Angeles - ein ekstatischer Zeitabschnitt zwischen den Welten: Landschaftserlebnisse & Spiritualität und die Plastikkünstlichkeit der Branche. Filmauswahl: Der Schattenboxer, Lars Becker (1991), Auftritt in Samson und Delilah, Nicolas Roeg mit Dennis Hopper und Liz Hurley (1996), Landgang für Ringo, Lars Becker (1997), Ein Engel schlägt zurück, Angelina Maccarone (1998), Schimanski muss leiden (2000), Hinter der Tür, Neco Celic (2004), porno!melo!drama!, Heekssok Sohn (2005) und mehrere Filme in der Türkei u.a.: Der Jäger, Erden Kiral, (1987).

Ayse Polat wurde 1970 in Malatya/Türkei geboren, sie ist kurdischer Herkunft. 1978 folgte sie ihrer Familie nach Hamburg. Studium der Germanistik, Philosophie und Kulturwissenschaft. Filmt seit sie 15 Jahre alt ist, beschreibt sich selbst als Autorenfilmerin und besuchte nie eine Filmhochschule. Sie drehte mehrere preisgekrönte Kurzfilme auf Super 8 und Video, Parabeln der Freiheit, die das Leben von Migranten in Deutschland thematisieren u.a. „Fremdennacht“ (1992), der vom Selbstmord des türkischen Asylbewerbers Kemal Altun handelt. Ihr Kinospielfilmdebüt, das Roadmovie "Auslandstournee", erzählt von der Odyssee eines türkischen Travestiekünstlers und eines kleinen Mädchens durch Europa in die Türkei. „En Garde“ wurde 2004 mit dem Silbernen Leopard in Locarno ausgezeichnet.

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*Projekt Migration
Seit 2002 arbeiten im „Projekt Migration“, WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen in Köln, Frankfurt und Berlin daran, entscheidende Lücken in der deutschen und europäischen Geschichtsschreibung seit der Nachkriegszeit bis heute aufzuzeigen. Zahlreiche Veranstaltungsreihen im Kölnischen Kunstverein und ein internationales Symposium in Griechenland haben diese Arbeit bislang begleitet und neue Fragen für die Zukunft der deutschen Migrationssgesellschaft eröffnet. Mit einer groß angelegten, transdisziplinären Ausstellung, einem Filmfestival, einem internationalen Symposium, sowie diversen Musikveranstaltungen und einer umfassenden Publikation findet das „Projekt Migration“ seinen vorläufigen Abschluss.

Das Projekt Migration (2002-2006) ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes. Kooperationspartner: Kunsthochschule für Medien, Köln, Literaturhaus Köln. Dank an Crowne Plaza City Centre Köln, AXA, Köln