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Ein Leben in vier Stunden:
München. Frankfurt. Istanbul.

Türkische Erzählungen

Es erzählen und hören abwechselnd zu: Hilal Sezgin und Jeanine Elif Dagyeli
Kölnischer Kunstverein. Projekt Migration*
Sonntag, 27. November 2005, 17.00 Uhr – 19.00 Uhr

Hilal Sezgin, 1970 in Frankfurt geboren, Tochter einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters, die beide Muslime sind und beide Wissenschaftler. Hilal Sezgin ist Philosophin, Vegetarierin, Muslima, Buchnärrin und Katzenfreundin. Seit 1999 arbeitet sie im Feuilleton der Frankfurter Rundschau, hat einen Kriminalroman veröffentlicht, ihr letztes Buch „Kleines ABC der Freiheiten“ erzählt in Glossen und Kurzgeschichten über das Bermudadreieck unglückliche Liebe, Frauen und Großstadtleben. Für die Geschichte über eine junge deutsch-türkische Arzthelferin wurde sie 2005 vom Deutschen Journalistinnenbund ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihrem Buch „Typisch Türkin? Porträt einer neuen Generation“ (im Herder Verlag Frühjahr 2006).

Jeanine Elif Dagyeli, Jahrgang 1969, Tochter einer deutschen Lehrerin und eines türkischen Journalisten, Übersetzers und Verlegers. Geboren in München in ein linkes säkulares Elternhaus, aber aufgewachsen in einem kleinen Ort bei Nürnberg, wo sie die ständigen Fragen nach Türkei und Islam oft nur mit viel Phantasie beantworten konnte. Später studierte sie Islamwissenschaft, wohl auch um endlich diese (und ihre eigenen) Fragen beantworten zu können. Vor einigen Jahren hat Jeanine Dagyeli den Dagyeli Verlag ihres Vaters übernommen, außerdem arbeitet sie am Orientwissenschaftlichen Zentrum in Halle/Saale.

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*Projekt Migration
Seit 2002 arbeiten im „Projekt Migration“, WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen in Köln, Frankfurt und Berlin daran, entscheidende Lücken in der deutschen und europäischen Geschichtsschreibung seit der Nachkriegszeit bis heute aufzuzeigen. Zahlreiche Veranstaltungsreihen im Kölnischen Kunstverein und ein internationales Symposium in Griechenland haben diese Arbeit bislang begleitet und neue Fragen für die Zukunft der deutschen Migrationssgesellschaft eröffnet. Mit einer groß angelegten, transdisziplinären Ausstellung, einem Filmfestival, einem internationalen Symposium, sowie diversen Musikveranstaltungen und einer umfassenden Publikation findet das „Projekt Migration“ seinen vorläufigen Abschluss.

Das Projekt Migration (2002-2006) ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes. Kooperationspartner: Kunsthochschule für Medien, Köln, Literaturhaus Köln. Dank an Crowne Plaza City Centre Köln, AXA, Köln