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A

Mohammed Abdel Amine, Brandenburger Flüchtlingsinitiative
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Katharina Albrecht studierte Arabistik in Wien, arbeitete 2 Jahre in einem Missionskloster für den interreligiösen Dialog. Denkt, schreibt und kommuniziert seit 1998 für Triad, Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Ursula Albrecht flüchtete 1955 aus der DDR, reüssierte als Kostüm- und Bühnenbildnerin im Wiener Nacht- und Kulturleben und dirigiert seit 1970 mit großem Erfolg die Familie Albrecht.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. Aref Al-Sheik is the Director of the Examination Directorate, UAE Ministry of Culture. He has published over 55 books, including 11volumes of poetry, and has authored the lyrics to the UAE national anthem.
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Valery Alzaga (Denver, Direktorin und Campaignerin der grössten US-Dienstleistungsgewerkschaft SEIU, für die sie unter anderem die sehr erfolgreiche Kampagne Justice for Janitors für Reinigungskräfte ohne Papiere in Los Angeles organisiert)
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)

Jale Arikan, 1969 in Istanbul geboren. Sie kam mit 6 Jahren nach Deutschland, besuchte die Schauspielschule in Berlin und arbeitete mit 17 Jahren als erste türkische Ansagerin im ARD. Es folgten zahlreiche TV - Auftritte und Filme. 1996 ging sie nach New York, um „für eine Weile aus der Rollendefinition Deutsch oder Ausländer auszusteigen“. Von 1997 – 2003 lebte sie in Los Angeles - ein ekstatischer Zeitabschnitt zwischen den Welten: Landschaftserlebnisse & Spiritualität und die Plastikkünstlichkeit der Branche. Filmauswahl: Der Schattenboxer, Lars Becker (1991), Auftritt in Samson und Delilah, Nicolas Roeg mit Dennis Hopper und Liz Hurley (1996), Landgang für Ringo, Lars Becker (1997), Ein Engel schlägt zurück, Angelina Maccarone (1998), Schimanski muss leiden (2000), Hinter der Tür, Neco Celic (2004), porno!melo!drama!, Heekssok Sohn (2005) und mehrere Filme in der Türkei u.a.: Der Jäger, Erden Kiral, (1987).
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Istanbul, Berlin, New York, Los Angeles. Köln 2005)


B

Blixa Bargeld Gründer und Sänger der "Einstürzenden Neubauten", seit den 90er Jahren diverse Kunst- und Theaterprojekte, Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Mehmet Bayram Ist Architekt, aufgewachsen im Nordosten der Türkei, in der Region Erzincan, wo viele Kreuzberger/innen der türkischen Community ihre Wurzeln haben.
Mehmet Bayram entwirft und gestaltet Moscheenräume, die bisher in Berlin nicht als Repräsentativbauten in Erscheinung treten durften. Sie stehen verborgen in Berliner Hinterhöfen. Mit dem neuen Bauprojekt, einer zentralen Moschee beim Görlitzer Bahnhof, versucht er, gemeinsam mit der Islamische Föderation, für die Bedürfnisse und Erwartungen der muslimischen Berliner/innen einen adäquaten Bezugspunkt zu schaffen, einen Ort, der mehr Öffentlichkeit und Repräsentanz einer großen Bevölkerungsschicht markiert. www.mehmetbayram.com
(KIOSK/ Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin, 2003)

Meron Benvenisti ist Geograph, Historiker, Autor und war in den 70er Jahren Vizebürgermeister von Jerusalem unter Teddy Kolleck. In den 80er Jahren baute er das "West Bank Database Project" auf, das über Menschenrechtsverletzungen von Israelis und Palästinensern in diesem Gebiet berichtet. Er schreibt regelmäßig Kolumnen für Ha'aretz, und publizierte zwei grundlegende Bücher über die räumliche Organisation des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern. Benvenisti vertritt die Auffassung, dass beide Völker friedlich in einem Staat zusammenleben könnten. In dem von ihm initiierten Projekt "The Morning After" untersuchen Wissenschaftler die Bedingungen einer israelischen Gesellschaft nach einem israelisch-palästinensischen Friedensvertrag.
(KIOSK/ Raumkontrolle 1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Esther Bejarano, war Mitglied des Mädchenorchesters' in Auschwitz, lebt heute als Sängerin in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Lindsay Bremner ist Architektin, Professorin für Architektur und Leiterin des Fachbereichs Architektur an der Universität von Witwatersrand/Johannesburg. Nach den Wahlen 1994 war sie Mitglied des Johannesburg Metropolitan Council, wo sie sowohl dem Komitee für Wohnungsbeschaffung und Urbanisierung als auch dem Komitee für Planung, Urbanisierung und Umweltmanagement vorsaß. In dieser Funktion initiierte sie eine Reihe von Großprojekten, die sich mit den Folgen der Stadtplanung des Apartheidsregimes in Johannesburg auseinandersetzten.
(KIOSK/Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Franco Bifo Berardi, Rom, war aktives Mitglied der Potere operaio in den 60er-Jahren, Gründer von Radio Alice 1976, Autor, Gründer des telestreet-tv-network in 2003 gegen die Medien-Diktatur
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)

Barbara Bilabel, freie Regisseurin, unterwegs in Staats- und Stadttheatern. Fährt Chevy, lebt in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. phil. Angelika Birck, Psychologin und Mitarbeiterin des Behandlungszentrums für Folteropfer, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Zeljko Blace, Zagreb, leitet das Medienzentrum MaMa, Initiator von a.network, einer Plattform von Medienzentren in Süd-Ost-Europa, Künstler und Kurator, u.a. new.media.culture.week, Critical Upgrade! Zagreb.
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)

Dr. Jochen Blaschke, Direktor des Instituts für Vergleichende Sozialforschung, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Dr. Knut Boeser, Literaturwissenschaftler, Dramaturg, Intendant. Schreibt Essays, Drehbücher, Theaterstücke und Prosa, Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Christian von Borries, Musiker, Dirigent, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Karsten Bott, Künstler, betreibt ein Archiv der Alltagsgegenstände und untersucht deren Benutzung. Lebt in Frankfurt am Main.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Thea Brejzek, Regisseurin, Theaterwissenschaftlerin. Inszeniert Opern und Medienprojekte, Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Fritz Brinkmann, Fotograf, creative consultant, Hamburg
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Friedemann Büttner ist Nahostexperte und war Professor an der FU Berlin, Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklungen in den Staaten des ostarabischen Raums (Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Israel) im Spannungsfeld zwischen Politik und Religionen und ethnisch-religiösen Konflikten. Friedemann Büttner ist ein ausgewiesener Kenner sowohl Israels als auch der arabischen Welt.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Hans Bunge, Kunsterzieher, Sammler, Alltagsforscher und bildender Künstler , Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Heiner Busch, Journalist, Polizeiexperte, Hg. und Redakteur der Zeitschrift "Bürgerrechte und Polizei", Bern/Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Ted Byfield (New York, Co-Moderator der nettime-mailing-list, einer der wichtigsten Kommunikationsplattformen der New-Media-Community, Mitarbeiter an der Parsons School of Design und Fellow of the Design Trust for Public Space)
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)


C

David Campbell ist Professor für Internationale Politik und Direktor des "Newcastle Institute of the Arts, Social Science and Humanities". Sein Buch "National Deconstruction: Violence, Identity and Justice in Bosnia" ist die erste poststrukturalistische Studie des Bosnienkrieges. Hier und in anderen Texten untersucht Campbell akribisch den Zusammenhang von Nationalstaat, Identitätspolitik, internationaler Diplomatie und Menschenrechtspolitik, sowie globale und lokale Bilderpolitik. Zu seinen Untersuchungen zählt "Apartheid Cartography", eine ausführliche Beschreibung der Rolle internationaler Diplomatie bei den "ethnischen Säuberungen" während des Balkan-Krieges und der verschiedenen geographischen Teilungspläne und ihrer Hintergründe und Strategien.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Duncan Campbell ist Journalist, Autor, Berater und TV Produzent, der sich auf die Arbeit von Geheimdiensten und die Wahrung von Freiheitsrechten spezialisiert hat. Seine bekanntesten Untersuchungen haben weitreichende Folgen für das britische Rechts- und Regierungssystem gehabt. 1988 deckte er die Existenz des sogenannten ECHELON Projektes auf, welches bis in die späten Neunziger Jahre viele Kontroversen zur Sicherheitspolitik besonders in Europa hervorgerufen hat. Seit 1998 berät Duncan Campbell das Europäische Parlament in Fragen der Entwicklung von Sicherheitstechnologie und dem Missbrauch von Wirtschaftsinformation.
www.gn.apc.org/duncan
(Der Totale Raum, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Diana McCarty wurde in New Mexico geboren und lebt seit 12 Jahren als Medienaktivistin in Europa. Sie ist Mitbegründerin des bootlab sowie des open-source radio projektes reboot.fm in Berlin. In den 90ern initiierte sie mit anderen die nettime Mailingliste und arbeitete als Teil der Media Research Foundation als Co-Organisatorin der Metaforum Konferenzen in Budapest.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Arkansas. New York. Geneva. Cuernavaca.
Brussels. Marseille. Berlin. 2005)

Antonia Carver is a Dubai-based writer and editor working with contemporary artists and filmmakers. Carver is editor-at-large of the arts quarterly Bidoun and writes for a wide range of publications. She’s on the programming teams of various international film festivals
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Isolde Charim, geb. 1959, Philosophin, politische Publizistin, letztes Buch: Der
Althusser-Effekt. Entwurf einer Ideologiekritik“ 2002
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Berlin.Wien 2006)

Madjiguène Cissé, Autorin und ehem. Sprecherin der Bewegung Sans Papiers
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Georg Classen, Flüchtlingsrat Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Bojana Cvejic geboren 1975 in Belgrad, lebt als Musikwissenschaftlerin, Theoretikerin und Performance-Künstlerin in Brüssel. Sie inszenierte verschiedene Musik-Theater-Performances in Belgrad (Mozart, M. de Falla, Stravinsky) und ist Mitbegründerin der Teoreja koja hoda/ Walking Theory Performance Gruppe, die sich mit theoretischem Aktivismus beschäftigt. Sie arbeitete mit verschiedenen Regisseuren wie Emil Hrvatin aus Slowenien und Jan Ritsema aus den Niederlanden, mit letzterem erforscht sie die Dispositive des Theaters in Genres unspezifischer Arbeiten, die Vortrag, intimer Dialog, Biographie, Theorie und Performance sein können. In ihrer jüngsten Produktion "Pipelines, a construction" arbeiteten sie zu Geo-Politik in Zentralasien und den Möglichkeiten bzw. dem Scheitern von "Staging theory".
Bojana Cvejic lehrt Performance-Theorie in Performing Arts Programmen (PATS Belgrad, P.A.R.T.S. Dance School Brüssel etc.), publiziert Essays in verschiedenen Zeitschriften und Journalen (unter anderem über Xavier Le Roy) und arbeitet momentan an ihrem Buch "Open Work in Music: Cage, Stockhausen, Boulez" für SKC, Belgrad, das 2004 erscheint.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Montpellier/Berlin 2004)


D

Jeanine Elif Dagyeli, Jahrgang 1969, Tochter einer deutschen Lehrerin und eines türkischen Journalisten, Übersetzers und Verlegers. Geboren in München in ein linkes säkulares Elternhaus, aber aufgewachsen in einem kleinen Ort bei Nürnberg, wo sie die ständigen Fragen nach Türkei und Islam oft nur mit viel Phantasie beantworten konnte. Später studierte sie Islamwissenschaft, wohl auch um endlich diese (und ihre eigenen) Fragen beantworten zu können. Vor einigen Jahren hat Jeanine Dagyeli den Dagyeli Verlag ihres Vaters übernommen, außerdem arbeitet sie am Orientwissenschaftlichen Zentrum in Halle/Saale.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden,
München. Frankfurt. Istanbul. Köln 2005)

Julius Deutschbauer, "Er ist kein Denker, aber er tut so, er ist kein Künstler, aber er tut so, er ist kein Bibliothekar, aber er tut so." Archiviert hauptsächlich in Wien.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Phelim McDermott is one of the creators of Shockheaded Peter and of Lifegame, in which the memories of an audience-member were improvised in a live performance.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Madeleine Dewald, Filmregisseurin, Hamburg
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Michael Diers, Kunsthistoriker, Professor an der HfBK in Hamburg, sowie außerplanmäßiger Professor an der Humboldt Universität zu Berlin
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: A-K Teil 1 und L-Z Teil 2, Berlin 2005)

Fiona Doherty ist Senior Associate am Lawyers Commitee for Human Rights (LHCR) in New York. Sie studierte in Virginia und Yale und bekam ein Bernstein Fellowship von der Yale Law School für ein Jahr beim Comittee on the Administration of Justice (CAJ), einer Menschenrechtsorganisation in Belfast, Nordirland. Als Senior Associate beim U.S. Law and Security Program des LHCR ist ihre Aufgabe die Kontrolle der U.S.-Regierung und Rechtsprechung in Fragen der Sicherheitspolitik und der Wahrung von Menschenrechten. www.lchr.org
(Der Totale Raum, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Jimmie Durham wurde 1940 als Cherokee in den USA geboren. Schon in den 60er Jahren als Künstler und Autor bekannt, schloss Durham 1972 die École des Beaux-Arts in Genf ab und widmete sich ausschließlich der politischen Arbeit im American Indian Movement. Er war Mitbegründer und Vorsitzender des International Indian Treaty Committee bei den Vereinten Nationen, wo seine Tätigkeit u.a. zur Aufsetzung der Internationalen Erklärung der Rechte der indigenen Völker führte. In den 80er widmete sich Durham wieder verstärkt der Kunst und dem Schreiben. 1998 kam Jimmie Durham durch ein Stipendium des DAAD nach Berlin, wo er bis heute lebt während seine Arbeiten international ausgestellt werden. Zuletzt kuartierte Durham die Ausstellung „The American West“ in Compton Verney, Warwickshire, Grossbritannien.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Arkansas. New York. Geneva. Cuernavaca. Brussels. Marseille. Berlin. 2005)


E

Thomas Ebermann, Politiker und Publizist in Hamburg, hielt 1989 die Anpassung der Grünen für unumkehrbar, verließ die Partei. Fühlt sich einer radikalen, antideutschen Linken verbunden.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. Frank Eckart, Publizist, Berlin. Beschäftigt sich u.a. mit Kunst der 80er Jahre, Medienkonzepten und Programmdesign.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Electric Indigo, Musikerin, DJ
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Berlin.Paris.Salzburg.Wien 2006)

Dr. Carolin Emcke, Autorin, politische Theoretikerin,
Journalistin. Von 1998 bis 2006 Redakteurin beim »Spiegel« und als
Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten unterwegs, seit 2007
internationale Reporterin für das "ZEITmagazin". Für ihr Buch "Von
den Kriegen" (S. Fischer 2005) wurde sie mit dem Preis "Das
politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Förderpreis des
Ernst-Bloch-Preises ausgezeichnet. Im Mai 2008 erscheint ihr Buch
"Stumme Gewalt - Nachdenken über die RAF" (S. Fischer Verlag)
(Raumkontrolle 10: Wer wird schuld gewesen sein)

Lutz Engelke, Kultur- und Medienphilosoph - Geschäftsführer von Triad, Berlin
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. Wolfgang Ernst, Medienarchäologe. Beschäftigt sich mit der digitalen Realität des sogenannten "Pictorial Turn". Lebt in Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Aytac Eryilmaz, 1952 geb, in Zonguldak in der Türkei. Arbeitete als
Drucker und Verleger in einem linkspolitischen Verlag in Ankara und Istanbul. Erlebte den Militärputsch 1971 und 1980 und war jeweils mehrere Monate im Gefängnis. Musste nach dem Publikationsverbot seines Verlages die Türkei aus politischen Gründen verlassen und kam 1985 nach Deutschland. Arbeitete ehrenamtlich für Türkei-Data e.V., ein Forum für türkische Intellektuelle in Deutschland und für DOMiT- Dokumentationszentrum dessen Geschäftsführendes Vorstandsmitglied er seit 1990 ist. Mitinitiator des Migrationmuseum in Deutschland e.V. 2003. Projektleitung der Ausstellung: „Fremde Heimat. Eine Geschichte der Einwanderung aus der Türkei“ 1998 im Ruhrlandmuseum Essen; „40 Jahre Fremde Heimat. Einwanderung aus der Türkei nach Köln“ im Historischen Rathaus Köln 2001. Er ist im Kuratorenteam des Projekt Migration.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Zonguldak. Ankara. Istanbul. Essen. Köln. Köln 2005)


F

Harun Farocki, Filmemacher, geht in seinen Dokumentarfilmen den Fragen der Macht und ihrer Wirkung nach. Lebt in Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000 und Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Dr. Michael Fehr, Direktor des Karl Ernst Osthaus-Museums der Stadt Hagen, Herausgeber der Schriftenreihe "Museum der Museen".
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Peter Fitz, Schauspieler, Berlin
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Monika Fleischmann, Medienkünstlerin. Erforscht und entwickelt Konzepte und Produkte für neue Umgangs- und Lebensformen in der Informationsgesellschaft. Lebt in Sankt Augustin bei Bonn.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Micz Flor, Berlin, Mitbegründer von Media-Netzwerken in Ost-Europa und Asien und Entwickler von Open Source Software und Online-Magazinen
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)

Bruno Flierl, 1927 geboren, war 3 Jahre in französischer Kriegsgefangenschaft, studierte Architektur an der Hochschule für bildende Künste in Westberlin, ging 1951 nach Ostberlin und arbeitete dort am Institut für Städtebau und Architektur der Deutschen Bauakademie, vorübergehend Chefredakteur von "Deutsche Architektur", später Dozent an der Humboldt-Universität. Flierl formulierte eine Architekturtheorie, die "nicht nur die gesellschaftliche Dimension des Räumlichen, sondern auch die räumliche Dimension des Gesellschaftlichen" untersucht. Als "Konterrevolutionär" wurde er 1982 aller Funktionen in den Fachverbänden enthoben. Seit 1984 arbeitet er freiberuflich.
Neuere Publikationen: Berlin baut um. Wessen Stadt wird die Stadt? (1998), Gebaute DDR. Über Stadtplaner, Architekten und die Macht (1998), Hundert Jahre Hochhäuser. Hochhaus und Stadt im 20.Jahrhundert (2000).
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Berlin 2004)


G

Stephan Geene, Publizist und Filmemacher, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Hans Geißlinger, Soziologe und Story Dealer, Berlin
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Mishaal Al Gergawi is Projects and Events Manager at the Dubai Culture & Arts Authority. A former investment banker, Al Gergawi regularly contributes to the new UAE daily The National.
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Jochen Gerz, Künstler, Paris
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Amos Gitai studierte Architektur in Haifa und Berkeley. Er nahm als Sanitäter am Jom Kippur-Krieg teil, wo er lebensgefährlich verletzt wurde. Bereits während des Krieges hatte Gitai begonnen, mit einer Super-8-Kamera zu drehen und verarbeitete später seine Kriegserfahrungen in dem Spielfilm "Kippur". Gitai arbeitete für das israelische Fernsehen, emigrierte aber nach zunehmend heftiger Kritik an seiner Arbeit nach Paris. Mittlerweile lebt Gitai wieder in Israel und hat über 30 Spiel- und Dokumentarfilme gedreht, die hauptsächlich die Geschichte des Nahen Ostens und Israels und Themen wie Heimat, Exil, Religion, soziale Kontrolle und Utopie verhandeln. Mit dem Spielfilm "Kadosh", der 1999 im Wettbewerb in Cannes uraufgeführt wurde, beendete er seine Trilogie über die drei großen israelischen Städte Jerusalem, Tel Aviv und Haifa.
(KIOSK/Raumkontrolle 1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Claas Glenewinkel
(KIOSK/ ERSATZRADIO, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Avery F. Gordon ist Autorin des im anglo-amerikanischen Raum viel beachteten Buches Ghostly Matters: Haunting and the Sociological Imagination und Keeping Good Times: Reflections on Knowledge, Power and People, einer Sammlung von Essays zu politischem Aktivismus und radikaler Tradition in den USA heute. Sie ist Professorin der Soziologie an der Universität Kalifornien, Santa Barbara, und Moderatorin der wöchentlichen Radiosendung No Alibi. Im Moment schreibt sie über Gefangennahme, Krieg und Utopie. Avery Gordon lebt in Paris und Los Angeles.
(KIOSK/Raumkontrolle 8, Berlin 2005)

Hans Ulrich Gumbrecht studierte Germanistik, Romanistik, Soziologie und Philosophie, wurde als 26jähriger Professor in Bochum. Seit 1989 lehrt er an der Stanford Universität Vergleichende Literaturwissenschaften und wurde zum glühend bekennenden Amerikaner. (Amerikanische Erzählungen, Berlin 2006)


H

Jeff Halper war Professor für Urbane Anthropologie an der Ben Gurion Universität, Jerusalem. Heute ist er Koordinator des "Israeli Committee Against House Demolition" (ICAHD), einer israelischen Organisation, die in enger Zusammenarbeit mit palästinensischen Organisationen gewaltlosen Widerstand gegen die Zerstörung von Häusern in den besetzten Gebieten leistet und Betroffenen beim Wiederaufbau ihrer Häuser und beim Kontakt mit israelischen Behörden hilft. Halper gründete und leitete das Komitee zur Rettung der äthiopischen Juden und war einer der führenden Aktivisten in der israelischen Friedensbewegung. In "The Matrix of Control" beschreibt er, wie die israelische Besatzungspolitik durch Siedlungs- und Straßenbau die besetzten Gebiete vollständig kontrollierbar macht und dadurch eine "Zwei-Staaten-Lösung" immer unwahrscheinlicher wird.
(KIOSK/ Raumkonntrolle 1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Amina Handke, geb. 1969, Künstlerin und rare/eclectic/easy listening-, oriental- und DJ
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Berlin.Paris.Salzburg.Wien 2006)

Hannes Heer, Historiker, Filmemacher, ehemaliger Leiter der Ausstellung "Vernichtungskrieg, Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944", Hamburg
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000, KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Salzburg/ Wien 2006)

Hubert Heinhold, Rechtsanwalt, München
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Thomas Heise, Filmemacher, Autor, Regisseur
Filme u.a.: Wozu denn über diese Leute einen Film (1980), Das Haus - 1984 (1984/UA 2001), Imbiss-spezial (1989), Eisenzeit (1990), Stau- jetzt geht`s los (1992), Barluschke (1997), Neustadt (2000), Meine Kneipe (1999), Vaterland (2002), Der Ausländer (1987/2004)
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Berlin 2004)

Nele Hertling, 1934 in Berlin geboren, in Mecklenburg aufgewachsen, Studium der Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität. Ab 1962 arbeitet sie 25 Jahre als "Sekretär" der Akademie der Künste, Abteilungen Musik und Darstellende Kunst, erfindet u.a. die Reihe Pantomime-Musik-Tanz-Theater. 1988 übernimmt sie die Leitung der Werkstatt Berlin (Berlin- Kulturhauptstatt Europas 1988) und verortet sich mit ihrem Team in einem heruntergekommenen Theater in der urbanen Öde: das Hebbel Theater, das sie anschließend, 1989 dann plötzlich in der Mitte Berlins gelegen, zu einem neuen Modell vernetzter Zusammenarbeit von internationalen Künstlern und Produktionshäusern entwickelt. Künstlerförderin, Kulturpolitikerin, Diplomatin, Doppelagentin, Gremiengründerin, Chevalier de la Légion d`honneur, Lobbyistin, Bundesverdienstkreuzträgerin, Präsidentin des Deutsch- Französischen Kulturates - 15 Jahre leitete sie das Hebbel (und initiierte auch das Festival Tanz im August). Seit 2003 ist sie Leiterin des Künstlerprogramms des DAAD.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000 und KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Rostock/Berlin 2004)

Rudolf Herz, Künstler. Arbeitet an Fragen der Konstitution und Auslöschung von bildhafter Erinnerung. Lebt in München.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Prof. Dr. Detlef Hoffmann, Kunsthistoriker, beschäftigt sich u.a. mit Denkmälern auf ehemaligen Konzentrationslagern, sowie mit Museumstheorie und -praxis. Lebt in München.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Werner Hofmann, Kunsthistoriker, Hamburg. Interessiert sich zur Zeit für ‚verdrängte' und ‚vergessene' Kunstrichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Reinhild Hoffmann ist mit Pina Bausch und Susanne Linke die Exponentin des deutschen Tanztheaters. Geboren 1943 in Sorau/ Schlesien, Tanzstudium an der Folkwang-Hochschule unter Kurt Jooss. Seit 1974 zeigt sie eigene choreographische Arbeiten. Zusammen mit Susanne Linke leitete sie das Folkwang-Tanzstudio, 1978 bis 1986 das Bremer Tanztheater, bis 1981 zusammen mit Gerhard Bohner. Von 1986 bis 1995 war das Tanztheater Reinhild Hoffmann im Schauspielhaus Bochum. Seit 1996 arbeitet Reinhild Hoffmann als freie Choreographin und Regisseurin im zeitgenössischen Musiktheater und an der Oper, u.a. "Pierrot Lunaire", Arnold Schönberg, Oper Frankfurt; Kafka-Fragmente", György Kurtág, Theater Luzern, ihre Inszenierung Begehren gemeinsam mit dem Komponisten Beat Furrer (Bühnenbild Zara Hadid) eröffnete 2003 die Kulturhauptstadt Graz.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Rostock/Berlin 2004)

Tom Holert ist freier Kulturwissenschaftler und Journalist. Von 1992-1995 Redakteur bei Texte zur Kunst, von 1996-1999 Mit-Herausgeber von Spex, von 1997-1999 Professor für Kultur- und Medientheorie an der Merz Akademie, Stuttgart. Im April 2000 gründete er mit Mark Terkessidis das Institute for Studies in Visual Culture (isvc) in Köln. Buchveröffentlichungen: Künstlerwissen (1998), Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft (Herausgeber, mit Mark Terkessidis), Imagineering. Visuelle Kultur und Politik der Sichtbarkeit (2000), Entsichert. Krieg als Massenkultur, (2002, mit Mark Terkessidis).
(Der Totale Raum, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Karin Hopfmann, Dipl.-Philosophin, Flüchtlingspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Sabine Horlitz, Redakteurin An Architektur, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

PD Dr. Eva Horn, Privatdozentin für Westeuropäische Literaturen an der Fakultät für Kulturwissenschaft, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder. Zahlreiche Publikationen zur Epistemologie der Geheimdienste, Krieg im zwanzigsten Jahrhundert und zum politischen Geheimnis. Letztes Buch ( Manuskript) : Der geheime Krieg. Verrat, Spionage und moderne Literatur.
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003 und Ein Leben in vier Stunden, 2004)

Robert Hunger-Bühler, Bühler Schauspieler, derzeit der eine von zwei Mephisti in Steins "Faust", lebt in Wien.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)


I


Stephan Iglhaut, Ausstellungsmacher, Hannover
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)


J

Rachel Jacobsohn, Studentin der Rechtswissenschaft, seit 3 Jahren im Landesvorstand der GAL, Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. Wolf Jahn, promovierte über Gilbert & George. Kunsthistoriker, Autor und Redakteur, Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Olaf Jensen, Maschinenschlosser, Sozialwissenschaftler, Erinnerungs- und Tradierungsforscher in Hannover.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Natalie Jeremijenko ist Entwicklerin, Designerin und Hightech-Künstlerin. Sie wurde kürzlich von der MIT Technology Review als eine der hundert besten Erfinderinnen gekürt. Ihre Arbeit beinhaltet digitale, elektromechanische, biotechnologische und interaktive Systeme, die sie unter anderem beim Rotterdam Film Festival, im Guggenheim Museum und im Museum of Modern Art in New York, im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt, in der LUX Gallery in London, bei der Ars Electronica und bei der documenta 10 präsentieren konnte. Sie studierte und promovierte als Design Engineer an der Stanford University, war Direktorin des Engineering Design Studio an der Yale University und ist momentan mit einem Forschungsprojekt im Media Research Lab/Center for Advanced Technology an der New York University beauftragt. Sie ist außerdem für ihre Mitarbeit beim Bureau for Inverse Technology bekannt. www.cat.nyu.edu/natalie
(Der Totale Raum, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Dr. Rainer Jogschies, Politologe und Publizist. Untersucht in Reportagen, Essays und Filmen die Flüchtigkeit der (medialen) Wahrnehmung. Lebt in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)


K

Rashed Omar Al Kharji has over 20 years experience in the regional media and is currently a television broadcaster for Sama Dubai TV, helming his own program focusing on national culture, history and future.
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Thomax Kaulmann, Informationskünstler. Lebt in Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Alexandre Kedar ist Jurist und Juraprofessor an der Universität in Haifa mit Schwerpunkt Rechtsgeschichte, "Legal Geography" und Bodenkontrolle. Er war an einer Reihe wichtiger Präzedenzfälle am Obersten Gerichtshof Israels beteiligt, die u.a. die Integration einer israelisch-arabischen Familie in eine ideologische Siedlung (Dr. Qa' adam vs. Katzir, 1995) und den Rückkauf ehemaligen Familienbesitzes durch Palästinenser innerhalb Israels ermöglichten. Diese Gerichtsentscheidungen haben enormen Einfluss auf das politische Klima und weitere juristische Entscheidungen innerhalb des israelisch-palästinensischen Konfliktes.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Christoph Keller, Künstler, Berlin. Beschäftigt sich u.a. mit Medienarchiven.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Regine Kiepert ist Geographin und Buchhändlerin und arbeitet seit ihrem vierten Lebensjahr im Buchhandel. Mit 18 Jahren machte sie ihre Ausbildung zur Buchhändlerin, wie alle Kinder der Familie Kiepert. Nach Abschluss der Ausbildung studierte sie Geographie an der FU Berlin. Mit 21 Jahren wurde sie Inhaberin der Schroppschen Landkartenanstalt. Es folgten Reisen und Feldforschung in Pakistan und Bangladesh. Seit Mitte der 80iger Jahre leitet sie die Schroppsche Buchhandlung und ist zuständig für Marketing und Veranstaltungsorganisation der Buchhandlung Kiepert.
Kiepert meldete letztes Jahr Konkurs an. Regine Kiepert hat im Juli einen neue Buchhandlung Kiepert in der Hardenbergstrasse eröffnet. www.kiepert.de
(KIOSK/Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Enkutatash Kifle, jugendlicher Flüchtling, Addis Abeba
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Dr. Anna Klingmann is founder of KLINGMANN Architects, whose BRANDISM®—an approach to merging architecture and branding— anticipated current global trends. Latest publication: Brandscapes: Architecture in the Experience Economy (MIT Press 2007)
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Alexe Klosseck, Journalistin, beteiligt am Aufbau des Mediennetzwerks indymedia
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Torsten Koch, Mitarbeiter der Forschungsgruppe "Tradierung von Geschichtsbewußtsein", Psychologisches Institut der Universität Hannover.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Peter Kottmeier, Theologe, Hamburg. Liebt Tchechow.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Rosalia Kozakiewicz, Rentnerin. Lebt in Luban.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Merle Kröger, Filmemacherin, Berlin
(KIOSK, Perimetrisches Wörterbuch, ErsatzStadt Berlin 2003)

Dr. Jürgen Kuttner, Kulturwissenschaftler, Radio-Moderator bei "Fritz", Videoschnipsel-Hermeneutiker, Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. Dietrich Kuhlbrodt, Oberstaatsanwalt a.D. Filmkritiker, Film- und Theaterschauspieler, Kommandeur des Friedenskreuzes der ehemaligen Widerstandskämpfer in Europa.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)


L

Brigitte Landes, Grenzgängerin zwischen Literatur und Theater, Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Michael Landy. In his public art installation, Break Down, (C&A, Oxford Street, Artangel commission), Landy spent two weeks shredding the entirety of his personal possessions - 7,006 items in total - leaving nothing but a written inventory of his life.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Percy MacLean, Richter in Berlin, seit 1994 Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht (Sachgebiete derzeit: Ausländerrecht, Gewerberecht); 2003: Vorsitzender des "Club von Berlin" (Vereinigung von Querdenkern, die über ihr Berufsfeld hinaus an einer Veränderung der Gesellschaft mitwirken möchten); 2002/2003 Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte (dort besondere Schwerpunkte im Inland: Umsetzung internationaler menschenrechtlicher Verpflichtungen in Deutschland, Antiterrorkampf und Menschenrechte, Flüchtlingsrecht, Pflegebedürftige und Sterbende, Kinder- und Frauenrechte, Menschenrecht auf Arbeit [neue Modelle zur Schaffung gesellschaftlich notweniger Arbeitsplätze] u.v.a.)1989 bis 1992 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen, Landesverband Berlin; seit 1985 Mitglied im Berliner Fachgruppenvorstand Richter und Staatsanwälte in der Gewerkschaft ötv/ver.di.
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin 2003 und KIOSK/ Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Dr. Annette Leo, Historikerin und Publizistin, versucht ihre Erkenntnisse über das Scheitern der DDR auf die Bundesrepublik anzuwenden. Lebt in Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Via Lewandowsky, Künstler. Arbeitet mit den Medien Malerei, Grafik, Fotografie, Film und Performance. Lebt in Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Geert Lovink (Amsterdam, Medientheoretiker und Gründer des Australian Network for New Media Research and Culture und der Mailinglisten nettime und fibreculture)
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)


M

Sandro Mezzadra (Bologna, Professor für Geschichte des politischen Denkens in Bologna, Mitorganisator der Migrantendemo beim G8 in Genua, Mitbegründer des Runden Tisch der Migranten des italienischen Sozialforums)
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)

Jens Michelsen, begleitet und interviewt jüdische (ehemalige) Hamburger bei der Wiederbegegnung mit Kindheit, Jugend und Verfolgung.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Steve Miles, Senior Lecturer in Sociology at Plymouth University and author of 'Consumerism as a Way of Life', studies the meanings with which consumers endow the everyday objects of their consumption.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Patty Miranda, Raumpflegerin, Aktivistin, Mitglied der Legalisierungskampagne.
Patty Miranda ist Chilenin. Sie arbeitet als Reinigungskraft in verschiedenen privaten und öffentlichen Räumlichkeiten Berlins. Als politische Aktivistin setzt sie sich für die Legalisierung und Gleichbehandlung von Arbeitnehmerinnen ein, die ohne anerkannten Aufenthaltsstatus in Deutschland arbeiten. Sie reflektiert das Verhältnis von "Gebrauchswert" und Akzeptanz ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit und die krassen Einschränkungen im Alltag der Frauen, die gezwungen sind, ohne Aufenthaltsstatus hier in Berlin "unsichtbar" zu leben.
(KIOSK/Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Fred Moten wurde in Las Vegas geboren und lebt heute in Los Angeles. Er unterrichtet u.a. im Department für American Studies and Ethnicity an der University of Southern California und ist Autor von In the Break: The Aesthetics of the Black Radical Tradition sowie mehrerer Gedichtbände. Im Moment arbeitet er an einem Buch über „Flüchtigkeit“ in der afroamerikanischen Kultur.
(KIOSK/Raumkontrolle 8, Berlin 2005)

Dr. Barbara Müller-Wesemann, Theaterwissenschaftlerin. Forscht u.a. zur jüdischen Kulturgeschichte Hamburgs.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)


N

Tobias Nagl, schreibt über Film und Musik u.a. für "Spex" und "Jungle World"
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Hans Naumann, der Weg zwischen Psychoanalyse und Übersetzen, hin und zurück. Lebt in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Author Lawrence Norfolk's acclaimed novels, including Lemprière's Dictionary, create meticulously researched historical worlds in which an encyclopaedic knowledge and classical mythology merge with contemporary theory to compose a fictionalized archive of the past. (Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Christopher Nsoh
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Dr. Zaki Anwar Nusseibeh is adviser to the Ministry of Presidential Affairs and interpreter to President HH Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan. Chairman of the UAE Pavilion Executive Committee, and Deputy Chairman of the Abu Dhabi Authority for Culture and Heritage, he was formerly the personal interpreter and advisor to the founder of the UAE, HH the late Sheikh Zayed
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Lana Nusseibeh is Director of Research and Communications, Ministry of State for Federal National Affairs. Her areas of policy work include parliamentary affairs, human trafficking, human rights issues and labor market reform
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)


O

Hans Ulrich Obrist, international arbeitender Kurator und Kritiker mit Basis am Musée d‘Art Moderne de la Ville de Paris, Professor an der Universität in Venedig, Sonderkorrespondent des Magazins “domus” und Chefredakteur des von agnès b. publizierten “point d‘ironie”. Zuletzt ko-kuratierte er die Ausstellung „Uncertain States of America“ im Astrup Fearnley Museum of Modern Art in Oslo.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: A-K Teil 1 und L-Z Teil 2, Berlin 2005)

Haralampi G.Oroschakoff, Künstler und Theoretiker, Berlin
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)


P

Drazen Pantic (New York, Gründer von Radio B92, dem ersten Internet Provider Serbiens, der Open Source Streaming Alliance und Betreiber einer Digital Art Gallery in New York)
(KIOSK/ Raumkontrolle 4, ErsatzStadt, München 2004)

Dr. Wolfgang Pauser, Essayist und Produktanalytiker, Kulturwissenschaftler. Beschäftigt sich mit den Erzählungen der Produktwelt, Wien.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dr. Alexander von Plato, Historiker, Leiter des Instituts für Geschichte und Biographie, Lüdenscheidt. Erforscht mit steter Neugier den Hiat von persönlicher Lebensgeschichte und großer Politik
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Ayse Polat wurde 1970 in Malatya/Türkei geboren, sie ist kurdischer Herkunft. 1978 folgte sie ihrer Familie nach Hamburg. Studium der Germanistik, Philosophie und Kulturwissenschaft. Filmt seit sie 15 Jahre alt ist, beschreibt sich selbst als Autorenfilmerin und besuchte nie eine Filmhochschule. Sie drehte mehrere preisgekrönte Kurzfilme auf Super 8 und Video, Parabeln der Freiheit, die das Leben von Migranten in Deutschland thematisieren u.a. „Fremdennacht“ (1992), der vom Selbstmord des türkischen Asylbewerbers Kemal Altun handelt. Ihr Kinospielfilmdebüt, das Roadmovie "Auslandstournee", erzählt von der Odyssee eines türkischen Travestiekünstlers und eines kleinen Mädchens durch Europa in die Türkei. „En Garde“ wurde 2004 mit dem Silbernen Leopard in Locarno ausgezeichnet.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Istanbul, Berlin, New York, Los Angeles. Köln 2005)

Ulrike Poppe, war zu DDR-Zeiten in mehreren oppositionellen Gruppen aktiv, betreibt heute politische Bildung in der Evangelischen Akademie zu Berlin.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Milan Prodanovic ist Architekt und Professor für Urbanismus an der Universität von Novi Sad. Er ist Leiter des Postgraduierten Programms "Sustainable City" und publiziert vor allem zu den Schwerpunkten Wandel und Krieg, urbanes Chaos und die Zukunft Belgrads. Prodanovic war Mitglied des Belgrader Kreises. Er beschäftigt sich intensiv mit den Auswirkungen des Balkankrieges auf das Konzept "offener" Stadtgesellschaften, speziell anhand von Belgrad. Er schrieb Analysen über "Urbicide", die systematische Zerstörung der Stadtgesellschaft und das ideologische Redesign der Städte in Konflikten und Kriegen. Prodanovic forscht über die Erinnerungs- und Symbolkultur verschiedener Städte, u.a. anhand ihrer Denkmäler.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Norbert Pütter Politologe, Institut für Bürgerrechte & öffentliche Sicherheit, CILIP / FU, Redakteur der Zeitschrift "Bürgerrechte und Polizei".
Norbert Pütter recherchiert und beobachtet in seinem Arbeitsfeld am FU-Institut die Entwicklung eines ambivalenten Paares: Auf der einen Seite die öffentlichen Kontroll- und Schutzorgane einer bürgerlichen Gesellschaft - die Polizei. Auf der anderen Seite die Öffentlichkeit mit einem zu definierenden Schutzbedarf, die aber gleichzeitig auf Grenzen zu den sensiblen Persönlichkeitsrechten zu achten hat.
Durch das zunehmende Outsourcen von Sicherheitsdiensten an private Wachschutzgesellschaften wird die Kontrolle der Kontrolleure immer wichtiger: Pütter beleuchtet die Rechtslage und die Verhältnismäßigkeit verschiedener Kontrolleinrichtungen im öffentlichen Raum.
(KIOSK/Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Q

Sultan Sooud Al-Qassemi is a Sharjah-based businessman, founder of Barjeel Securities Dubai, chairman of the UAE Chapter of Young Arab Leaders, columnist and blogger. His encyclopedic collection of Arab art has never been exhibited
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

R

Tilman Raabke, studierte Philosophie und arbeitet hauptsächlich als Dramaturg, außerdem als Giraffenforscher. Demnächst in München.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Alan Read, Professor of Theatre Studies at Roehampton is the author of Theatre and Everyday Life, a study of the relationship between theatre and the undocumented experience of the quotidian.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Kate Rich ist Video Engineer beim Bureau of Inverse Technology (BIT). Das BIT entwickelt Anwendungen und Geräte zur Datenüberwachung, Ortung und Visualisierung, allerdings für einen kritischen Einsatz. Die Projekte des BIT betreffen meist den Ge- und Missbrauch von solchen Technologien durch Großunternehmen und bürokratische Apparate.
www.bureauit.org

Angela Richter, aufgewachsen in Split und Stuttgart. Regisseurin, Mitglied der Künstlergruppe Akademie Isotrop in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Daniel Richter, Künstler, Hamburg. "Ich verdicke, verdünne, lasiere und vergesse".
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Jan Ritsema, 1945 in den Niederlanden geboren, Theaterregisseur. Er führt Regie, seit er 26 ist und versucht seitdem, in jeder seiner Produktionen das Theater neu zu erfinden. Ritsemas Inszenierungen sind nüchtern, nachdenklich, nicht auf Identifikation aus und versuchen, wie er sagt: nicht zu beeindrucken.
Ritsema führt regelmäßig bei einer Reihe niederländischer und belgischer Theaterkompanien Regie, u.a. Toneelgroep Amsterdam, Het Werkteater, Het Nationale Toneel, Mug met de gouden Tand, 'tBarre Land, Maatschappij Discordia, Het Kaaitheater, Dito Dito, und inszeniert im etablierten Repertoiretheater. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Schauspielern Performances, verhilft Dichtern, Schriftstellern zu ihren Bühnendebuts ( u.a. Peter Verburgt 'Wittgenstein Incorporated', Peter Verhelst 'Maria Salomé' and Stefan Hertmans' Kopnaad') und tritt mit Bojana Cvejic in Performances auf.
1978 gründete er International Theatre & Film Books, Buchhandlung und Verlag, in Amsterdam. Er begann im Alter von fünfzig Jahren zu tanzen. Performte ein Solo. Wurde von Meg Stuart für verschiedene 'Crash Landings' eingeladen und tanzte die gefeierten Weak Dance Strong Questions mit Jonathan Burrows.
Die vergangenen 15 Jahren arbeitete Ritsema bei der belgischen Produktionskompanie Het Kaaitheater in Brüssel. Er lehrt bei P.A.R.T.S., der Tanzschule von Anne Teresa De Keersmeaker. 2003 arbeitete er an der deutschen Version von "Wittgenstein uncorporated" mit Ulrich Mühe für die Wiener Festwochen, im Herbst 2004 wird er bei einem neuen Stück von René Pollesch in Berlin Regie führen
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Amsterdam/ Brüssel2004)

Sharon Rotbard, studierte in Paris Architektur u.a. bei Paul Virilio. Er arbeitet als Dozent und Architekturtheoretiker in Tel Aviv und ist Herausgeber der Reihe "Architectures" bei Babel Publishers. Seine Untersuchungen israelischer Architekturkonzepte und Siedlungsformen im Spannungsfeld von Zionismus, territorialer Strategie und politischer Zielsetzung widersprechen dem gängigen akademischen Kanon, die israelische Architektur stehe in der Tradition des Bauhauses und seiner Ideale.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Viola Roggenkamp, Journalistin und Autorin für "Die Zeit", "taz", "Allgemeine Jüdische Wochenzeitung", "emma", Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Xavier Le Roy, geboren am 17. Februar 1963 in Juvisy sur Orge (Frankreich). Studium der Biochemie an der Universität Montpellier, 1990 Promotionsabschluss als Ph.D. in Molekular- und Zellularbiologie, parallel zum Studium Tanzunterricht bei Véronique Larcher, Ruth Barnes und Anne Koren. Seit 1994 tritt er mit eigenen Choreografien auf. 1998 Premiere von "Self Unfinished" in Cottbus. Neben seinen Soloprojekten tanzt er in verschiedenen Produktionen der Kollegen, kuratiert Arbeitsplattformen für Diskurserweiterung, und initiiert zahlreiche Kollaborationen (u.a. mit Alexander Birntraum, Sylvie Garot, Laurent Goldring, Mårten Spångberg, Alain Buffard, Eszter Salamon, Jérôme Bel, Yvonne Rainer, Bernhard Lang). Schon 1999 thematisiert und theoretisiert er in seinem Performance-Vortrag "Product of Circumstances" seine Biografie und den Körper als Rohmaterial sozialer und kultureller Einschreibungen.
Jede seiner Choreografien hat ein anderes Format, umkreist aber immer jene Zone der Unentschiedenheit - Bewegungen, bewegte Bilder, die jenseits einer Übersetzung in die Tanzsprache liegen und eine augenblickliche Freiheit von Konzept, Bild und Zeichen suchen. (Le Roy ist derzeit einer der wichtigsten Konzeptkünstler des Tanzes, aber man sollte auch wissen, dass er ein begeisterter Leser der magischen Parallelwelten des Harry Potter ist).
"So hat Xavier le Roy vollkommen bewusst und ungezwungen eine Fuge der isomorphen Möglichkeiten des Körpers kreiert. Am Ende des Stückes präsentiert er eine uns unbekannte Form des Körpers." William Forsythe
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Montpellier/Berlin 2004)


S

Natascha Sadr Haghigian, Arbeitslose, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Eran Schaerf, Künstler, Berlin
(KIOSK/ Raumkontrolle 1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Christoph Schlingensief, Theater- und Filmregisseur, Parteigründer, Berlin
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Florian Schneider, Medienaktivist, Filmemacher, Mitbegründer von "Kein Mensch ist illegal", München
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Rebecca Schneider wechselte nach sechs Jahren an der Cornell University kürzlich als außerordentliche Professorin an die Brown University und leitet dort das Graduiertenprogramm Theater- und Performance- Wissenschaften.
In ihrem Buch "Explicit Body in Performance" (1997) befragte sie die avantgardistischen Vorgänger und das theoretische Terrain der feministischen Performance-Kunst (u.a. Carolee Schneemann, Annie Sprinkle, Karen Finley, Sandra Bernhard, Spiderwoman) und thematisierte das 'post-porn modernist movement', die Verbindung von moderner Prostitution und postmoderner Performance-Kunst, Fetischismus und Primitivismus. Sie hat eine Anthologie zu den Regietechniken des 20. Jahrhunderts herausgegeben ("Re:Direction", Routledge 2001). Sie forschte und publizierte in verschiedenen Bereichen von Performance, Bildender Kunst und Neuen Medien u.a. zum Verhältnis von Performance- Praktiken und der Kultur des Archivs; Bioterrorismus, Empire und Performance und der Kunst der Solo Performance (in "Solo Solo Solo"). Ihr letztes Buch "Performing Remains" erscheint demnächst.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001 und KIOSK, Ein Leben in vier Stunden: Amsterdam/ Brüssel2004)

Prof. Dr. Marianne Schuller, Literaturwissenschaftlerin. Weitere Verzweigungen: Psychoanalyse und Theater. Lebt in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Jeanette Schulz, Künstlerin und Neurowissenschaftlerin. Zeichnet Comics u.a. als medizinisches Anschauungsmaterial, Wien.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Edith Schütrumpf, pensionierte Lehrerin, Hohen-Neuendorf
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Tobias Schwarz ist Student der Kulturwissenschaften, Mitglied der Initiative gegen Abschiebehaft, Berlin
Tobias Schwarz arbeitet mit seiner Initiativgruppe zwischen den Fronten: als Aktivist organisiert er politische Aufklärungsarbeit über die inhumanen bis gesetzeswidrigen Zustände in den Berliner Abschiebehaftanstalten. Der Protest der Gruppe richtet sich aber nicht nur gegen die konkreten Einrichtungen, sondern auch gegen die Rechtsprechung und die Behördenpraxis, nicht-kriminellen Migrant/innen die Freiheit zu entziehen, wenn sie zur Ausreise gezwungen werden. Die Gruppe besucht und betreut die Gefangenen, vermittelt ihnen medizinische Hilfe und Rechtsberatung, sie organisiert Öffentlichkeitsarbeit und streitet sich mit Regierungsvertreter/innen. Ziel der Arbeit ist die Abschaffung der Abschiebehaft. >> www.abschiebehaft.de
(KIOSK/Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Mentor Selmani, jugendlicher Flüchtling, Prisztina
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Hilal Sezgin, 1970 in Frankfurt geboren, Tochter einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters, die beide Muslime sind und beide Wissenschaftler. Hilal Sezgin ist Philosophin, Vegetarierin, Muslima, Buchnärrin und Katzenfreundin. Seit 1999 arbeitet sie im Feuilleton der Frankfurter Rundschau, hat einen Kriminalroman veröffentlicht, ihr letztes Buch „Kleines ABC der Freiheiten“ erzählt in Glossen und Kurzgeschichten über das Bermudadreieck unglückliche Liebe, Frauen und Großstadtleben. Für die Geschichte über eine junge deutsch-türkische Arzthelferin wurde sie 2005 vom Deutschen Journalistinnenbund ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihrem Buch „Typisch Türkin? Porträt einer neuen Generation“ (im Herder Verlag Frühjahr 2006).
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, München. Frankfurt. Istanbul. Köln 2005)

Dorothy Sheridan, Director of the Mass-Observation Archive, University of Sussex. The Mass-Observation project was founded in 1937 with the aim of creating an anthropology of ourselves by documenting the everyday life of the British people.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Amie Siegel ist Autorin, Filmemacherin und Installationskünstlerin aus New York.
.Ihr letzter Film EMPATHY (2003) ist eine Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse und den Grenzen der Intimität. Der Film schlägt eine Analyse der Psychoanalyse vor. Die fiktive Geschichte über eine Schauspielerin in psychoanalytischer Behandlung wird verwoben mit Probeaufnahmen von Schauspielerinnen, die sich um eben jene Rolle der Schauspielerin im Film bewerben. Die Probeaufnahmen wiederum sind mit Interviews verknüpft, die mit praktizierenden Psychoanalytikern geführt werden. Daraus ergibt sich ein interessanter Diskurs über Architektur, Modernismus und Psychoanalyse.
(KIOSK/ Raumkontrolle 2, ErsatzStadt, Berlin, 2003)

Sigrid Sigurdsson, Künstlerin "Offene Archive": "Wir sind die Geschichten, die wir von uns erzählen können". Lebt in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

In books like Downriver and Lights Out For The Territory, novelist and poet Iain Sinclair wanders through London, a pedestrian archivist of the city, gathering the minutiae of its stories, characters and locales.
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)

Sonia Simmenauer, vielsprachige Impresaria für Solisten, Quartette und Orchester, Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Eyal Sivan, Filmregisseur, Haifa/ Paris
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Joshua Sofaer is a live artist who has experimented with archaeological and archival practices in 'digging up' and displaying the forgotten pasts of our childhood..
(Information Retrieval- Dialogues on Archiving, London 2001)


T

Lee Tabler is CEO of the Tourism Development Investment Company (TDIC) and oversees major developments in Abu Dhabi, including Saadiyat Island. He has over 27 years international real estate development experience
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Stefan Thimmel, Architekt, Journalist, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Roemer van Toorn ist Programmdirektor des Berlage Instituts Rotterdam, einer der weltweit renommiertesten Architekturschulen. Er ist Kritiker, Autor und Fotograf. Zurzeit arbeitet er an einer Text- und Fotodokumentation "Fresh Conservatism and beyond", die die zeitgenössischen räumlichen Auswirkungen der zweiten Moderne und die damit verbundenen politischen Mentalitäten recherchiert. Er ist Mitherausgeber des Jahrbuchs der Niederländischen Architektur.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Dr. Monika Treut, wurde in einer linksrheinischen Kleinstadt an der holländischen Grenze geboren und lebt jetzt in Hamburg, wenn sie nicht in Kalifornien oder Brasilien Filme dreht.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Galerdene Tsegmeg, jugendlicher Flüchtling, Mongolei
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

 

U

Andrei Ujica, 1951 in Timisoara (Rumänien) geboren, lebt seit 1981 in Deutschland. Popstar, Autor, Filmemacher, unterrichtet Literatur, Film-und Medientheorie, zur Zeit Professor an der HfG, Karlsruhe, und Leiter des ZKM | Filminstituts. Filme: Videogramme einer Revolution, zusammen mit Harun Farocki (1992), Out of the Present, über den letzten sowjetischen Kosmonauten Sergei Krikaljow (1995), 2 Pasolini, ein Kurzfilm über Pasolini und die Wüste (2000), Unknown Quantity, die filmische Umsetzung eines Gesprächs zwischen Paul Virilio und Swetlana Alexijewitsch, als Filminstallation, zusammen mit Johannes Fischer (2002) und als DVD (in Arbeit, 2005). (KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Timisoara. Bukarest. Heidelberg. Berlin. 2004)


V

Armen Vartanian has been involved in venture capital and entrepreneurship his entire career. He is Director at EcoVentures Dubai, an emissions reduction and carbon finance firm
(Kiosk / Space Control 11, Nation Builders, Abu Dhabi/Dubai/Venice 2009)

Prof. Dr. phil. Joseph Vogl, ist seit April 2006 Professor für Neuere deutsche Literatur an der HU Berlin und hat zahlreiche Schlüsselwerke der neueren französischen Philosophie (u.a. Gilles Deleuze, J.-F. Lyotard, C. Lévi-Strauss) übersetzt.
(Der Flüchtling:Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003,
KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Berlin/ Wien 2006, Amerikanische Erzählungen, Berlin 2006 )

Prof. Dr. phil. Christina von Braun ist Kulturtheoretikerin, Autorin
und Filmemacherin. Seit 2005 Direktorin des Kulturwissenschaftlichen
Seminars der Humboldt Universität zu Berlin. Mitbegründerin und von
1996-2002 Leiterin des Studiengangs Gender Studies an der Humboldt-
Universität zu Berlin. Zahlreiche Bücher und Aufsätze über das
Wechselverhältnis von Geistesgeschichte und Geschlechterrollen.
Forschungsschwerpunkte: Gender, Medien, Religion und Moderne,
Geschichte des Antisemitismus. Letzte Veröffentlichungen:
'Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen' hg
mit Bettina Mathes wurde mit dem Preis "Bestes wissenschaftliches
Buch des Jahres 2008 in der Kategorie Sozial- und
Kulturwissenschaften ausgezeichnet, „Stille Post.- Eine andere
Familiengeschichte“, 2007, „Mythen des Blutes“ mit Christoph Wulf, 2007
(Raumkontrolle 10: Wer wird schuld gewesen sein)

Traudl Vorbrodt, Erzieherin und Betreuerin der WeGe ins Leben e.V., Mitarbeiterin bei Pax Christie
und Mitglied der Härtefallkommission Berlin
(Der Flüchtling:Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)


W

Prof. Dr. Monika Wagner, Kunsthistorikerin, Hamburg
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Harry Walter, Autor und Künstler, untersucht literarisch, künstlerisch und theoretisch den Erinnerungsgehalt von Fotografie, Stuttgart.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Lilo Wanders, Moderatorin. "Öffnet die Herzen, herzt die Öffnungen".
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Prof.Dr. Martin Warnke, Kunsthistoriker. Beschäftigt sich mit den sozialen Funktionen bildender Kunst und leitet die Forschungsgruppe "Politische Ikonographie" am Warburg-Haus, Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Erika Weinzierl, geb. 1925, Historikerin, Prof. für neuere und
neueste Geschichte u.a. Kirchengeschichte, Widerstandsbewegung,
Antisemitismus.
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Salzburg/ Wien 2006)

Eyal Weizman ist Architekt, arbeitete für die palästinensische Stadtplanungsbehörde, das Architekturbüro Zvi Hecker in Berlin und betreibt heute zusammen mit Rafi Segal ein Architekturbüro in Tel Aviv. Mit der israelischen Menschenrechtsgruppe B'Tselem erarbeitete er jüngst eine umfassende Studie, die die Strategien von Architektur und Planungsprozessen in der Westbank als Verletzungen von Internationalem Recht und Menschenrechten aufzeigt. Die von Rafi Segal und ihm konzipierte Ausstellung "A Civilian Occupation - The Politics of Israeli Architecture" über Siedlungen in den besetzten Gebieten gewann die Ausschreibung des israelischen Architektenverbandes für den internationalen Architekturkongress in Berlin 2002, wurde aber aus politischen Gründen wieder abgesagt. Weizman ist Co-Kurator der Ausstellung "Territories" an den KW Berlin.
(KIOSK/Raumkontrolle1, ErsatzStadt, Berlin 2003)

Prof. Dr. Harald Welzer, Sozialpsychologe. Leitet die Forschungsgruppe "Tradierung von Geschichtsbewußtsein" am Psychologischen Institut der Universität Hannover.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Dorothee Wenner, Journalistin, Filmemacherin, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

Helmut Wolff, geboren wahrscheinlich 1936, lebt als Architekt in Hamburg.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)

Armin Wünsche, Kameramann in Krisengebieten, Berlin
(Der Flüchtling: Dienstleistungen an Unerwünschten, Berlin, 2003)

 

Y

Meral Yetimoglu, verheiratete Renz, wurde 1962 in Zonguldak in der Türkei geboren. Sie war schon in der Schülerbewegung in der Türkei aktiv, kam aus politischen Gründen nach Deutschland um hier ihr Studium zu beginnen und war politisch organisiert im MSB Spartakus und der DKP. Sie ist Diplom-Sozialarbeiterin mit Zusatzausbildung in Gestalttherapie und Sexualtherapie und arbeitet seit 1992 im Lore-Agnes-Haus, Sexualberatungszentrum der Arbeiterwohlfahrt, Essen. Co-Autorin des Sprachlehrbuches: "Türkisch am Krankenbett".
(KIOSK, Ein Leben in vier Stunden, Zonguldak. Ankara. Istanbul. Essen. Köln. Köln 2005)


Z

Wolfgang Zinggl, Künster der Gruppe "WochenKlausur". "Kunst sollte konkreter in realpolitisch, wissenschaftlich und soziale Felder eingreifen." Lebt in Wien.
(Filiale für Erinnerung auf Zeit, Hamburg 2000)