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> KIOSK für nützliches Wissen

Erzählungen von Orten, Städten und Territorien
Raumkontrolle 3: Rom


Foto: Stefani Bürkle

ROM / Italy
24.-27. Januar 2004, Termini Stazione / Acquario Romano

Im Rahmen des Projektes "SAMUDARIPEN", koordiniert von der Künstler- und Architektengruppe ON/ Stalker anlässlich des "Day Of Memory" am 27. Januar 2004, produzierte der KIOSK eine Reihe von Interviews und Gesprächen zur Situation der Roma in Rom.

Die Lage der Roma in Italien hat sich in den letzten Jahren sowohl sozial- als auch raumpolitisch zugespitzt: Die Autorisierung und die damit einhergehende Überwachung und Administration der meisten Roma Camps hat zu einer verschärften Politik der Segregation geführt, die die teils katastrophalen Lebensbedingungen nicht verbessert hat, sondern nachhaltig betoniert. Den Roma werden dauerhaft fundamentale Rechte vorenthalten und der Zugang zu so grundlegenden sozialen Leistungen wie etwa der Schulpflicht versperrt.


Romacamp in Salone

Die Interview- und Gesprächsreihe im KIOSK will auf die aktuelle (raum-) politische Situation aufmerksam machen, und diese verbinden mit Fragen nach Formen des kulturellen Gedächtnisses deren Verhältnis zu Konzepten von sozialem Raum und politischem Territorium.

Der KIOSK stand vom 24. Januar bis zum 27. Januar an einem der belebtesten Orte der Stadt: der Halle des Termini Bahnhofs.

Am 27. Januar, dem "Day Of Memory", wird es einen Aktionstag im Aquario Romano (direkt neben TERMINI STAZIONE) geben, zu dem die Präsentation der Biblioteca Nomade von ON / Stalker, ein Theaterprojekt, ein Life-Dialog im KIOSK und ein Konzert von Esma Redzepova gehören.

CAMPO BOARIO
13.01.04
Gespräche mit Charlotte Braidi, Tochter des 2. Clanchefs des Camps, die erste Roma, die die kompletten 8 Jahre Schulpflicht in Italien absolviert hat, sowie mit Alessandro, Sohn des 1. Clanchefs und 1. Geschäftsmann im Lager, seinem Vater Matteo, dem 1. Clanchef.
Camp Nr. 5 (Comune di Roma). Errichtet 1996. Einwohner ca 110

VICOLO SAVINI
14.01.04
Gespräche und Interviews u.a. mit Dajan Percic, Vorsitzender der Kooperative Bosnia-Herzegovina, der größten Gemeinschaft im Camp, sowie mit der ältesten Frau im Camp, Maria, die geschätzte 98 Jahre alt ist.
Camp Nr. 14 (Comune di Roma). Errichtet 1993. Einwohner ca. 650 - Überwiegend Roma aus Bosien-Herzegovina sowie Roma aus der 2. Immigrationswelle aus Rumänien und Ungarn in den 70er Jahren. Nicht autorisiertes Camp.


VIA DEI GORDIANA
22.01.04
Interviews und Gespräche u.a. mit: Maria Redzepova, Mattheo Ghidoni, Bojan Mohar. Camp Nr. 31 (Comune di Roma). Erbaut 2001. Einwohner ca. 400. Wohncontainer Camp.


SALONE

28.01.04
Camp Nr. 34. Errichtet 2000. Einwohner: ca. 800. Fast ausschließlich Flüchtlinge aus Bosnien Herzegovina, Serbien und Mazedonien. Umzäuntes Barracken Camp.


Romacamp in Salone


Romacamp in Salone

Kooperation mit ON/ Stalker; Fondazione Adriano Olivetti
Mit Unterstützung des Goethe Instituts Rom und dem European Center for the Rights of the Roma (ERRC), Budapest.

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